Freitag, 12. September 2008

Bitte beachten

Wir fahren morgen früh (nach hießiger Zeit) in Richtung Veracruz /
Tlacotalpan (Golf-Küste) los.
Sind dann bis einschließlich Dienstag irgendwo in dieser Ecke Mexikos
unterwegs.
Bis dahin werden keine Aktualierungen hier im Blog vorgenommen.
Bis denne...

Donnerstag, 11. September 2008

Nachtrag zum Do.,11.09.

Da heute mittag relativ viel Freizeit war und nach einigen Tagen "typisch Regenzeit" mal wieder die Sonne richtig schien, entschloss ich mich, zur Entspannung ein halbes Stündchen in die Hängematte im Garten zu liegen.
Aufgrund von Ermüdungserscheinungen mit einhergehendem "Morbus Einschlafus" wurde aus dem halben Stündchen eine ganze Stunde und aus meinen bisher "Gringo-weißen" Schenkeln schöne rote Beine "australian-like". "Aber des wird alles schee braun :-)"

Montag, 08.09. bis Do.,11.09.

Diese Woche stand nichts besonderes auf dem Programm: außer eben das tägliche frühe Aufstehen zum Schulpraktikum.
Ich muss sagen, dieses Praktikum ist das Beste, das ich je gemacht habe!
Das Kollegium ist super nett und immer hilfsbereit. Im Prinzip hat mich der größte Teil schon zur Hospitation eingeladen, was ich leider aufgund der zeitlichen Begrenzung nur schwer annehmen kann.
In dieser Woche hielt ich jeden Tag eine Unterrichtsstunde selbst (Montag war's ne Doppelstunde).
Die restlichen Stunden verbringe ich als "stummer Zuhörer" in der letzten Reihe; Mathe und Bio am laufenden Band ;-)

Mittwoch waren wir zum 3. Mal Tennis spielen, Gerd war nicht sooo gut drauf, ich allerdings auch nicht. [ich muss jedoch betonen, dass ich erst 3x in meinem Leben Tennis
gespielt habe, und dafür.....?!??!?!]

Soviel bis heute, auf dem Bild seht ihr eine unserer Lieblingsbeschäftigungen am
Nachmittag - wenn wir Zeit finden: Tee trinken und gutes Gebäck vom "El Globo" zu uns nehmen...

Dienstag, 9. September 2008

06./07.09.08

Am Samstag, 06.09., waren wir im Stadtteil "San Angél" auf dem schönen Markt. Künstler und andere verkaufsbegabte Menschen "belagern" hier die Straßen und Gassen und verkaufen schönes, nützliches (aber auch unschönes und unnützliches:-) ).














Im Anschluss waren wir in einem SAKS-Restaurant, für mich gab's "Chile poblano".














Am Sonntag war in der hiesigen deutschsprachigen katholischen Pfarrgemeinde Gemeindefest. Hier waren wir alle fest eingespannt: Gerd und Gabi wechselten sich am Essens-Buffet ab, ich war zusammen mit dem Gemeinde-Praktikanten und einem weiteren Freiwilligen für die Kinderbetreuung verantwortlich. Spiele wie Dosenwerfen, Flaschenkegeln, "Schollenbecken" usw. wurden für die Kinder angeboten.
Mittags um 15.00 Uhr war als krönender Abschluss des Festes ein Konzert des Chores aus dem Club Alemán in der Kirche. Die Sängerinnen und Sänger präsentierten ein abwechslungsreiches Potpourri von Klassischem bis zu den Hits der Comedian Harmonists!

Samstag, 6. September 2008

Woche 01.-05.09.2008

So - hier folgt der Nachtrag zur 1. September-Woche (extra für Hr. Manfred Obermayer etwas ausführlicher....):

Montag morgen ging's los, zum ersten Mal Praktikum in der Schule. Und die Frechheit: 1. Stunde beginnt um 7.10 Uhr. Das heißt ja sogar noch "Früh aufstehn im Sommerurlaub". Mach ich, lohnt sich auch.
Die Schule ist wirklich super, das Kollegium rundum nett, mein Stundenplan stand relativ schnell fest und so hospitierte ich lediglich 4 Tage in diversen Mathe- und Biologie-Stunden, bis ich am Donnerstag bereits meine erste Unterrichtsstunde in Mathe II°D hielt: "Einführung in die Quadratwurzeln". Diese Klasse werde ich nun auch bis zum Ende des Praktikums behalten und durchgehend unterrichten - was sehr interessant ist und ich in den letzten Praktika so nie erlebt habe! Ist doch was ganz anderes, komplett nen ganzen Teil des Stoffverteilungsplans zu
unterrichten / planen.
Was außerdem sehr interessant ist und mit dem klassischen Unterricht in Deutschland nicht zu vergleichen: der DFU: "Deutsch im Fachunterricht".
Zum Beispiel in Biologie reicht es nicht aus, einfach die Fachthemen durchzunehmen, man muss wirklich immer darauf achten, was man sagt und darüber nachdenken: "Verstehen mich die Schüler überhaupt???" Denn zwar haben die Schüler bereits mind. 7 Jahre Deutsch in der Schule (außer den Seiteneinsteigern, die in 1 Jahr ales nachholen, was die anderen Schüler in der ganzen Primaria-Laufbahn an Deutsch gelernt haben), aber gerade in den Naturwissenschaftlichen Fächern gibt es viele Fremd-/Fachwörter, und dann heißt es einfach: Vokabel lernen im Bio-Unterricht.... und in Mathe ist es sehr ähnlich.

Am Dienstag ging ich nach der Schule direkt noch ins Museum Dolores Olmedo, was lediglich ~500 Meter von der Secundaria entfernt ist.
Sehr zu empfehlen dieses Museum, ehemaliges Anwesen von Frida Kahlo und Diego Rivera. Hier sind schöne Bilder von D.R. ausgestellt, sowie die Einrichtungen/das Möbiliar der beiden. Außenrum ein schön angelegtes Anwesen mit freilaufenden Pfauen und den original mexikanischen Nackthund: der Xoloitzcuintle.

Am Donnerstag hatte ich dann wie gesagt meine erste Unterrichtsstunde, die gut verlief. Danach direkt das Gespräch mit dem betreuenden Lehrer und dann fuhr ich mit Tren Ligero und Metro zum Zócalo nach México rein.
2 Punkte standen für heute auf dem Programm: 1) das Muséo Nacional im "Palacio Nacional", das die Geschichte des Menschen (nicht nur in Mexiko) erzählt. Dieses Museum hat mich nicht wirklich beeindruckt, war etwas zu trocken; außer vielleicht der Innenhof, der schön angelegt ist.
2) der Palacio de Bellas Artes.

"Das monumentale Gebäude gilt als das höchste und wichtigste Kulturhaus Mexikos, das sowohl dem Theater, dem Tanz, der Musik und Oper, den visuellen Künsten, der Literatur und der
Architektur geweiht ist. Die UNESCO erklärte das Bauwerk deswegen 1987 zum Kunstmonument." [WIKIPEDIA]
Sehr schön im Inneren sind die Murales, Wandmalereien von u.a. Diego Rivera, José Clemente Orozcos. (hier das verbotenerweise fotografierte Bild vom Inneren):

Außerdem hatte ich zusätzlich eine gratis Führung ins Herzstück des Gebäudes: in den "Großen Schauspielsaal", der über 1800 Zuschauern Platz bietet. Höhepunkt ist hier die schöne
Glaskuppel sowie der 22 Tonnen schwere Eisenvorhang, der aber nicht einfach "eisen" ist, sondern vom Zuschauerraum aus mit schönen Kristallen zu einem riesigen Kunstwerk gestaltet ist!

Abends war ich dann noch mit Gerd im Club Aléman, im Fitnessstudio :-)

Am Freitag (05.09.) war dann der letzte Schultag der Woche :-), ab der 6. Stunde gab es etwas besonderes: die NOVATADA. An der Schule ist es wohl "Tradition", dass die Primeros (I°s) zu Beginn des Schuljahres von den Sextos (VI°s) "begrüßt" werden; und dies geschieht eben mit der Zeremonie der Novatada: Die I°s werden aus dem Unterricht geholt, gefesselt und auf dem Pausenhof in einer vorbereiteten "Manege" der restlichen Schule vorgeführt. Im Rahmen dieser Zeremonie werden sie dann mit diversen Flüssigkeiten wie Honig, Gelee, Dispersionsfarbe, usw.
"eingesaut". Und das beschreibt auch schon die ganze Zeremonie: im Prinzip ist es eine große Sauerrei, die zum Schluss den meisten einfach Spaß macht.

Hier auch noch 2 Videos bei Youtube von dem Spektakel (von mir aufgenommen):
Video1, Video2

Nachmittags waren Gabi, Basti, Gerd und ich im Club, Basti hatte Schwimmunterricht, Gabi las ein Buch in der Sonne und Gerd & ich spielten Tennis.

Soweit der aktuelle Bericht, etwas ausführlicher, aber es gab ja schon Beschwerden...:-)

Donnerstag, 4. September 2008

!!!

Lieber Onkel Manfred :-), liebe anderen Leser,
morgen folgt der Wochenbericht - ehrlich.
Habe gerade nur etwas Zeitmangel . . .

Montag, 1. September 2008

30-08-08

Nachtrag. Am Samstag waren wir auf dem Vulkan Aujusco, im Süden D.F.s, in der Del. Tlalpan (nicht weit von zuhause entfernt). Der Berg stellt den höchsten Berg der Hauptstadt, die komplette Umgebung mit einigen weiteren Vulkanen ist Naturschutzgebiet.
Wir wanderten ein wenig umher, betrachteten Flora und Fauna, um dann letztendlich einen schönen Abschluss im "Bayerischen Biergarten" zu machen. Dazu mussten wir allerdings noch knappe 10 Kilometer fahren. Allerdings waren auf diesen 10 km gefühlte 10000 Pilger unterwegs, die nicht - wie in Deutschland üblich - Seiten- und Nebenstraßen für ihren Pilgermarsch nutzten, sondern natürlich die Hauptstraße in Richtung "Bayerischer Biergarten". So waren wir doch etwa 1 Stunde unterwegs, um dann vor Ort zu erfahren, dass der "Bayerische Biergarten" nur auf Reservierung öffnet . . .
Also weiterfahren, schnell los, bevor uns die Pilger einholen, die wir auf einer Abkürzung überholten, in Richtung Tlalpan Innenstadt, um dort in der piekfeinen "Hacienda Tlalpan" zu dinieren!
Abends war dann Entspannen und Erholung irgendwelcher eingefangener Bakterien/Viren/anderes Ungetier im Magenbereich angesagt.